Sonntag, 7. Oktober 2007

Kopenhagen

Kopenhagen

Seit Jahren wünsche ich mir schon, dass ich einen Ausflug von Fehmarn nach Kopenhagen machen kann.Denn ich habe die Stadt während meiner früheren Skandinavienreisen kennen gelernt und es hat mir dort immer sehr gut gefallen.
Bisher haben mich immer die Kosten oder die Fahrtzeiten abgehalten. Aber im Jahr 2003 war es endlich so weit, mein Mann hatte "leider" kein Geburtstagsgeschenk für mich gefunden und da habe ich mir den Ausflug gewünscht. Meine Freundin Ruth, die uns immer ihr Haus auf Fehmarn zur Verfügung stellt war auch gleich Feuer und Flamme und wollte mit. So kam es, dass mein Mann mit mir, Ruth und unserer Tochter Kathrin an einem Dienstag einen Ausflug dort hin machte.

Leider hatte ich meinen Reiseführer und Stadtplan nicht mitgenommen, denn damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.
Also fuhr ich Samstags mit dem Rad nach Burg, um mir Unterlagen zu besorgen. Ich gönnte mir einen ganz neuen Reiseführer mit Stadtplänen, den ich eifrig studierte. Schließlich waren mein Mann und ich vor 19 Jahren zuletzt dort gewesen. Montags sind Ruth und ich noch einmal nach Burg und haben uns Kronen besorgt. So wenig, wie ich den Euro mag, war es doch leicht in

verschiedene Länder zu reisen, ohne Geld zu tauschen und die Preise umrechnen zu müssen. Für 100 Euro habe ich 700 Kronen bekommen.

Dienstagmorgen sind wir etwas früher als sonst aufgestanden, denn wir wollten doch so früh wie möglich los, damit wir auch viel vom Tag haben. Leider konnte mit dem günstigen Tagesticket erst eine Fähre ab 9.45Uhr genommen werden. Wir hatten aber Glück und durften bereits um 9.15 Uhr auf die Fähre und nach Rödby rüber fahren. Die Überfahrt dauert ca. 45 Minuten und die Abfahrt aus Puttgarden ist auch sehenswert. Dei Zeit verging im Flug.

In Dänemark darf auf den Autobahnen höchstens 110 Km/h gefahren werden, deshalb dauerte die Fahrt 1 1/2 Stunden.
Aber die Landschaft war wunderschön und es gab reichlich zu sehen. Kurz nach 11 Uhr waren wir bereits in der Umgebung von Kopenhagen und um 11.30 Uhr hatten wir in der Nähe vom Tivoli und Hauptbahnhof ein Parkhaus gefunden. Es hat alles ganz toll geklappt.

So, kurze Orientierung, damit wir unser Auto auch wieder finden und los ging’s. Wir hatten kein

besonderes Ziel, wollten uns einfach treiben lassen und den Flair dieser Stadt aufnehmen. Denn außer Kathrin waren alle bereits ein oder mehrmals in Kopenhagen gewesen.

Als erstes war das Hardrock Cafe unser Ziel, es sollte laut Beschreibung in der Nähe des Tivolis liegen und dort fanden wir es auch. Natürlich hat Kathrin ein T-Shirt für sich erworben.

Auf unserem Weg zum Rathaus kamen wir an sehr schönen Geschäften vorbei. Es war lohnswert sich die wunderschönen Glasarbeiten, Stoffe und Dekoartikel anzusehen.


Oben - stehen wir vor dem Rathaus
unten - links am Rathaus vorbei ging es in die Fußgängerzone

Auf dem Rathausplatz kauften wir uns erst einmal eine Pölser. Die Würstchen sind dort besonders lecker und für mich auch bekömmlich. Nun wurde die Einkaufsfußgängerzone in Angriff genommen. Ströget genannt. Hier war richtig was los.

Straßenkünstler und Musiker wechselten sich ab. Auf den Bänken saßen Männer und spielten Back Gammon. Es machte Spaß sich auf eine Bank zu setzen und alles zu betrachten. Wer würde sich wundern, wenn ich nicht einen supertollen, richtig altmodischen Teeladen gefunden hätte.

Natürlich hatte ich vorher in meinem Reiseführer den Tipp gelesen und wusste, wo ich suchen musste.
Unsere Englischkenntnisse mussten wir übrigens wieder heraus kramen. Für meine Tochter war das eine tolle Übung, so merkte sie, dass sie ihr in der Schule erworbenes Wissen auch wirklich anwenden konnte. Schließlich hat sie bereits das zweite Jahr Englisch und war ganz stolz, dass sie sich damit helfen konnte.

In der Fußgängerzone gab es viel zu sehen, ob es nun die tollen Kaufhäuser waren, oder die königliche Manufaktur, Holmegaard und anderes. Wir brauchten für diese Straße sehr lange. Aber es hat Spaß gemacht.
Das Softeis in Kopenhagen schmeckt toll! Das war vor 24 Jahren so, als ich es zum ersten Mal probiert habe und ist auch heute noch so. Meine Tochter beklagte sich, dass ich ihr noch nie ein Softeis spendiert hätte, aber nachdem sie in Kopenhagen zwei verputzt hat und hinterher eins auf Fehmarn von mir spendiert bekommen hat, meinte sie auch, das Eis in Kopenhagen hätte super geschmeckt und sie wollte hier kein Softeis mehr essen.
Nachdem wir endlich die Einkaufsstraße hinter uns hatten, wurde diskutiert, ob Kathrin die Kleine Meerjungfrau sehen möchte. Wir kannten sie ja bereits und es hätte uns nichts ausgemacht, bei der Hitze nicht dorthin zu gehen. Aber ein Besuch bei den lille Havfru gehört nun einmal dazu. Also führte uns der Weg am wunderschönen Nyhavn,




dem Schloss Amalienborg und dem Kastell vorbei zur Langelinien. Mich hat ja fast der Schlag getroffen, als ich sah, was dort los war. Bereits vor 24 Jahren war ich enttäuscht, wie klein sie wirklich ist. Auf den Bildern wirkt immer alles so groß und nun standen dort Busse und massenhaft Touristen. Aber meine Tochter hat sie live gesehen!

Mittlerweile waren wir ganz schön kaputt. Ruth hatte die Superidee mit der S-Bahn zum Auto zu fahren, damit wir unsere Einkäufe dort abladen können. Gesagt, getan, tja, wenn man Dänisch könnte und die Fahrkartenautomaten verstehen würde! Aber wir haben es geschafft und konnten mit der S-Bahn fahren, die Station war gleich neben unserem Parkhaus.

Wir luden unser ganzes Gepäck ab und machten uns auf dem Weg zum Tivoli, denn abends ist es dort besonders schön und es sollte unser Abschluss werden. Wir hatten vorher überlegt, dass wir so gegen 21 Uhr die Rückfahrt antreten müssten, um die vorletzte bzw. auf jeden Fall die letzte Fähre um 23.45 Uhr zu erreichen. Also bedeutete es für uns, wir hatten noch drei Stunden Zeit, uns im Tivoli zu vergnügen.

Der Eintritt für diesen Vergnügungspark, der direkt gegenüber des sehr schönen Hauptbahnhofes, neben dem Waxmuseum von Louis Tussod und am Rathausplatz liegt, war gar nicht so teuer. Wir wollten ja auch nicht auf die Karussells, die Kathrin direkt entdeckt hatte. Dafür musste noch einmal etwas bezahlt werden, aber sie sollte ja auch ihr Vergnügen haben, nachdem sie so tapfer mit uns in den Geschäften war. Deshalb haben wir uns getrennt, sie konnte bis 20.45 Uhr auf sämtliche Achterbahnen und sonstiges gehen. Wir sind im Park herum spaziert. Es spielte eine Kapelle, an einer anderen Stelle wurde ein Theaterstück aufgeführt. Wir setzten uns einfach auf eine Bank und betrachteten, was um uns herum so alles los war.

Die Lichter gingen an und es sah wunderschön aus. Leider ist dort das Essen und Trinken sehr teuer, wie überhaupt in Kopenhagen. Deshalb stärkten wir uns vor unserer Abfahrt noch einmal mit einer Pölser auf dem Rathausplatz, im Auto hatten wir noch reichlich Wasser. Und so konnten wir um 21.15 Uhr die Heimfahrt antreten.
Wir ereichten die Fähre um 23.15 Uhr, waren um 0.00 Uhr in Puttgarden und um 0.30 Uhr wieder "zu Hause" Es war ein wunderschöner Tag gewesen und ich freue mich, dass ich die Stadt endlich mal wieder sehen konnte.